Monat: Juni 2016

Norwegen – Von den Versterålen mit den Hurtigruten nach Trondheim (25. bis 28. Juni)

Norwegen – Von den Versterålen mit den Hurtigruten nach Trondheim (25. bis 28. Juni)

Am Samstagmorgen verließen wir die Lofoten und fuhren nach Andenes auf den Versterålen. Nach dem Einchecken im Hotel Marena begaben wir uns auf eine Rundfahrt um die Insel.  Auch hier gibt es dramatisch ins Meer abfallende Berge und Sandstrände, aber auch breite Täler, in denen viel Landwirtschaft (Schafe, Kühe) betrieben wird. Am Sonntag hieß es früh aufstehen, denn um halb neun Uhr ging es mit dem Zodiac Boot auf Walsafari. Schon bald war eine Familie von Grindwalen atemberaubend nahe an unserem Boot zu beobachten. Am Nachmittag wanderten wir bei Sonnenschein von Stave aus in die Høyvika Bucht. Auch hier fanden wir einen langen, breiten, weißen Strand, der an die Karibik erinnerte. Ein paar Mutige gingen sogar bei 8° Wassertemperatur baden. Da das Wetter hielt, spazierten wir um Mitternacht zum Hafen, um Bilder von der Mitternachtssonne zu machen. Am Montag gingen wir in Risøyhamn an Bord der MS Trollfjord. Bei schönem Wetter genossen wir nochmals das unglaubliche Panorama der Versterålen und Lofoten vom Meer aus. Der Höhepunkt des Tages war die Fahrt in den Trollfjord, den engsten Fjord Norwegens. Dieser liegt im Raftsund, über den wir Svolvær, die Hauptstadt der Lofoten erreichten. Bis Mittwoch fuhren wir über Bodø immer weiter Richtung Süden, nach Trondheim.
Pauls Kommentar: Boa, Hurtigruten Schifffahren ist furchtbar langweilig. Gääääähn. Jetzt wäre ein Bierchen und Weinchen und Schnäppschen hilfreich. Aber meine zwei Hosenscheißer haben sich nicht getraut, Alkohol mitzunehmen. Dabei weiß doch jeder, dass es an der Grenze zwischen Finnland und Norwegen selbst den Zollfahndern zu kalt ist. Niemand kontrolliert hier, wir hätten den Kofferraum voll füllen können mit Alk. Und hier kostet ein Glas Wein oder Bier um die zehn Euro. Na dann Prost, alte/r Schwede/in.
Auf der Fahrt nach Andenes
Hochmoor im Inneren der Insel Andoya
Grindwale auf der Walsafari
Das wird kommenden Winter Mode!
Die Hoyvika Bucht
Nach steilem Aufstieg toller Ausblick aufs Nordmeer
Die Mitternachtssonne in Andenes
Unser Hurtigruten Schiff – die MS Trollfjord
Tolle Stimmung an der Küste der Vesteralen
Noch einmal ziehen die Lofoten vorbei
Wasserfall im Raftsund
Auf der Fahrt zum Trollfjord
Im Trollfjord (die Felswände sind sehr nahe)
Svolvaer, die Hauptstadt der Lofoten
Nachts um elf auf dem Weg nach Trondheim

  

Norwegen – traumhafte, fantastische Lofoten (22. bis 25. Juni)

Norwegen – traumhafte, fantastische Lofoten (22. bis 25. Juni)

Wir starteten um halb zehn bei starkem Wind und Regen Richtung Henningsvær. Während der Fahrt auf der spektakulären Küstenstraße, vorbei an dunklen, steilen Felswänden, bizarren Gipfeln und fantastischen Blicken auf Fjorde, wurde auch das Wetter immer besser. In Kabelvåg hielten wir an, um uns die so genannte Kathedrale der Lofoten anzusehen. Im Hotel Bryggen bezogen wir ein kleines, nettes Zimmer und richteten uns für die nächsten Tage ein. Am Donnerstag fuhren wir nach Å, dem Endpunkt der Küstenstraße, wo ein Besuch des interessanten Stockfischmuseums auf dem Programm stand. Am Weg machten wir häufig Halt um die traumhafte Landschaft zu fotografieren. Um 16 Uhr starteten wir von Fredvang aus eine Rundwanderung zur Kvalvika Bucht. Es waren einige steile Auf- und Abstiege zu bewältigen. Das Panorama, das wir sahen, war die Anstrengung mehr als wert. Wir kamen an einen Nordmeerstrand mit weißem Sand und smaragdgrünem Wasser wie in der Karibik. Von einem Felsen aus hatten wir einen herrlichen Rundumblick auf Buchten und Fjorde. Am Freitag ging es bei regnerischem Wetter zu den Wikingern nach Borge. Besonders beeindruckte uns das 83 Meter lange Langhaus des Fürstensitzes. Am Nachmittag unternahmen wir eine Küstenwanderung von Eggum in Richtung Unstad.
Pauls Kommentar: Die Berge der Lofoten sind spitz und steil. Das Hinauf- und Herunterklettern erfordert den vollen Einsatz meiner Krallen. Ein paar Lifte wie daheim würden nicht schaden. Apropos, habt ihr gewusst, dass Heis auf Norwegisch Lift heißt? Ha, ha, ist doch witzig. Ich fahre nicht mit zwei Vollkoffern sondern mit zwei Liften durch Norwegen. Ich könnte mich jeden Tag darüber zerkugeln.
Lofotenkathedrale in Kabelvag
Skagsanden Strand
Hamnoy
Getrocknete Kabeljauköpfe in A
Auf dem Rückweg von A
Malerische Ortschaft Reine
Reine
Ausgangspunkt der Wanderung bei Marka
Kvalvika Bucht
Am Fuß des Maltinden
Blick auf Krystad
Blick auf den Selfjorden
Der Abstieg
Henningsvaer in der Nacht
Küstenwanderung bei Eggum
Bucht vor Henningsvaer
 
Norwegen – Reise zu den Lofoten (18. bis 21. Juni)

Norwegen – Reise zu den Lofoten (18. bis 21. Juni)

Am Samstag verließen wir das Nordkap und fuhren durch die Finnmark zu deren Hauptort, Alta (ca. 15.000 Einwohner). Wir besichtigten die bekannten, einzigartigen Felsbilder von Hjemmeluft, die UNESCO Weltkulturerbe sind. Am Sonntag ging es weiter über den Kvængsfjell, von dem man einen herrlichen Blick auf die Fjordlandschaft hat, zu dem kleinen Ort Sørkjosen. Von hier aus fuhren wir über 40 Kilometer durch das Reisadalen zum gleichnamigen Nationalpark. Dort machten wir eine kurze Wanderung zum beeindruckenden Wasserfall Sarafossen. Unser nächstes Ziel war die Universitätsstadt Tromsø (75.000 Einwohner). Nach einem Spaziergang durch die Stadt und dem Besuch des Museums Polaria fuhren wir um acht Uhr abends mit der Gondelbahn auf den Hausberg, den Storsteinen. Von dort hatten wir einen herrlichen Blick auf die auf einer Insel gelegene Stadt, die sich Pforte zum Eismeer nennt. Um halb zwölf besuchten wir schließlich das Mitternachtskonzert in der Eismeer-Kathedrale. Am Dienstag führte unser Weg nach Süden, entlang des Balsfjorden und durch das Bergland Richtung Narvik. Einen Abstecher wert war uns der Målselvfoss, eine gewaltige, rund 600 Meter lange Stromschnelle. Am späten Nachmittag erreichten wir Evenskjer, die letzte Station vor den Lofoten.
Pauls Kommentar: Mann, ist es hier einsam. Felsige, öde Hochflächen, Bäume, die kleiner sind als ich, und mit Meerwasser geflutete Täler. Und wenn es nicht regnet, ist es kalt. Langsam verstehe ich, warum die Wikinger immer unterwegs waren auf ihren Schiffen. Nur weg hier! 
Moderne Kirche in Alta
Steinzeitliche Felsbilder in Alta
Ein letzter Blick auf den Altafjord
Blick vom Kvængsfjell
Fjordlandschaft
Das Reisadalen
Der Sarafossen
Eindrücke auf dem Weg nach Tromsø 
Tromsø vom Hausberg aus
Damit man uns auch wieder sieht.
Paul lässt sich hängen.
Die Berge rund um Tromsø 
Blick von der Eismeer-Kathedrale um Mitternacht
Der Balsfjorden
Der Målselvfoss
 
Norwegen – Auf dem Weg zum Nordkap (14. bis 17. Juni)

Norwegen – Auf dem Weg zum Nordkap (14. bis 17. Juni)

Am Dienstag fuhren wir die über 600 Kilometer nach Oulu. In der Stadt am bottnischen Meerbusen machten wir bei schönem, aber windigem Wetter einen Abendspaziergang. Der nächste Tag führte uns durch Wälder und vorbei an Seen nach Inari. Der gleichnamige See ist doppelt so groß wie der Bodensee. Nach dem Einchecken im Hotel besuchten wir das empfehlenswerte Siida Museum, in dem die Kultur der Samen vorgestellt wird. Am Donnerstag ging es weiter nach Norden und wir überquerten endlich die norwegische Grenze. Am Porsanger Fjord entlang fuhren wir auf die Nordkap Insel Magerøya. Dabei mussten wir unter anderem durch einen fast 7 Kilometer langen Tunnel,  der bis zu 212 Meter unter dem Meeresspiegel gegraben wurde, fahren. Unser Hotel Arran liegt am netten Hafen von Kamoyvær. Unser nächstes Ziel war der eigentlich nördlichste Punkt des europäischen Festlandes, der Knivskjellodden, den wir nach zweieinhalb Stunden und 9 Kilometer anstrengender Wanderung über Stock und Stein erreichten. Am Rückweg regnete es dann leider die ganze Zeit. Als wir müde und durchnässt wieder am Parkplatz ankamen, war es bereits nach neun Uhr abends. Das machte aber nichts, weil es wegen der Mitternachtssonne die ganze Nacht hell bleibt. Von Hunger getrieben fuhren wir noch zur Nordkaphalle, um dort zu essen. Um Mitternacht fielen wir dann todmüde in unsere Betten. Am Freitag nahmen wir an einer fantastischen und interessanten Vogelsafari in Gjesvær teil, bevor es wieder hinauf zum Nordkap ging, wo wir uns die Attraktionen der Nordkaphalle (Ausstellungen, Filme, Geschäfte) ansahen. Zum Abendessen fuhren wir in den Hauptort der Nordkapinsel, Honningsvåg.
Pauls Kommentar: Die Sprache der Finnen – das ist ein Wahnsinn: Mit der besten Fantasie kann man sich nicht vorstellen, was die Worte bedeuten sollen. Zum Beispiel „olen kotoisin Itävallasta“.  Eh klar, oder? Und in Norwegen ist es ein ganz klein wenig bisschen etwas besser, dafür haben sie aber keinen Euro. Und die Meinigen wursteln sich mit Englisch so schlecht und recht durch Nordskandinavien.  Ich hocke angeschnallt auf dem Rücksitz und wundere mich über gar nichts mehr. Chill, baby, chill – und das ist Englisch!
Oulu
Ein stattliches Rentier
Am Inari See
Hütte und Vorratsspeicher der Samen im Museum
Paul fühlt sich in der Küche wohl.
Kurz nach dem Grenzübergang nach Norwegen
Blick auf den Porsanger Fjord
Tundra auf dem Weg zum Nordkap
Blick auf Sarnes auf dem Weg zum Nordkap
Blick auf das Nordkap vom Knivskellodden aus
Der Hafen von Kamoyvaer mit unserem Hotel in Blau
Kurz vor Gjesvaer
Eine Kolonie Kormorane
Eine Kolonie Basstölpel
Der Hafen von Gjesvaer mit Blick auf die Vogelfelsen
Am Nordkap
 
Norwegen – Die Anreise (10. bis 13. Juni)

Norwegen – Die Anreise (10. bis 13. Juni)

Nun ist es also so weit: wir sind unterwegs nach Norwegen. Unsere erste Station war am Freitag die hessische Stadt Fulda mit etwa 65.500 Einwohnern. Sie nennt sich Barockstadt und beeindruckte uns mit ihrem Dom. Im Dom befindet sich das Grab des Hl.Bonifatius, dem Apostel der Deutschen, der ermordet wurde. Sehr schön ist auch die vorromanische Michaelskirche, ein Rundbau aus dem 9. Jahrhundert. Am nächsten Tag fuhren wir dann weiter nach Travemünde an der Ostsee und nutzten die Gelegenheit, einen Spaziergang am Strand und am Hafen zu machen. Am Abend gönnten wir uns eine ausgezeichnete Fischplatte. Dann ging‘s zum Fährhafen. Unsere Kabine auf der Finnlady konnten wir aber erst um etwa ein Uhr morgens beziehen. Aber egal, wir erholten uns am nächsten Tag auf See. Heute, Montag, sind wir dann pünktlich um neun Uhr in Helsinki angekommen. Helsinki ist mit seinen etwa 620.000 Einwohnern die weitaus größte Stadt Finnlands. Auf unserem Spaziergang durch die Stadt gefällt uns besonders die auf einem Felsen gebaute Uspenski Kathedrale. Das Backsteingebäude ist die größte orthodoxe Kirche außerhalb Russlands. Leider ist sie geschlossen, man kann die Ikonen nicht besichtigen. Unser Weg führt uns zum Senatsplatz und der evangelisch-lutherischen Helsinki Kathedrale, die hoch über Helsinki thront und ihr Wahrzeichen geworden ist. Wir besuchen auch die Finnlandia Halle, ein modernes Kongressgebäude, hübsch an einem Park gelegen. Helsinki ist eine nette Stadt, das Wichtigste hat man aber in paar Stunden gesehen. Die Parkgaragen sind allerdings sehr teuer.
Pauls Kommentar: Auf der Autobahn immer wieder im Stau, Koffer rein, Koffer raus, stundenlang auf die Fähre warten – und alles teurer als daheim. Worauf habe ich mich bloß wieder eingelassen? Ich werde auch nicht klüger auf meine alten Tage. 
Die barocke Altstadt in Fulda
Der Dom, daneben die Michaelskirche
Der Strand von Travemünde
Ein Fährschiff verlässt Travemünde
Unsere Kabine auf der Finnlady
Neben Passagieren werden auch Güter transportiert
Die Uspenski Kathedrale in Helsinki
Die Kathedrale auf dem Senatsplatz
Die Finnlandia Halle
Ein Meer von Margeriten mitten in der Stadt
Paul denkt sehnsüchtig an daheim.