Im schönen Burgenland (8. bis 22. Mai)

Im schönen Burgenland (8. bis 22. Mai)

In diesen zwei Wochen erkundeten wir das Burgenland. Unsere gemütliche Unterkunft war das Hofgasslhaus in Mörbisch, ein 200 Jahre alter, kleiner, renovierter Weinbauernhof der Familie Struck, den wir nur weiterempfehlen können. War das Wetter nicht ganz so schön, absolvierten wir unser Besichtigungsprogramm. Wir sahen uns in Eisenstadt das Haydn Mausoleum sowie das Haydn Haus an und erfuhren viel über Haydns Leben und Sterben. Außerdem besuchten wir den Kalvarienberg und die Ausstellung „Dumme Gans? Eine Kulturgeschichte im Federkleid“ im Burgenlandmuseum, in dessen Keller besonders die rekonstruierten römischen Fußbodenmosaike beeindrucken.  Wir haben auch das Geburtshaus des anderen berühmten burgenländischen Komponisten, Franz Liszt, in Raiding besucht. Die Burg Forchtenstein, das Barockschloss Halbturn, Prinz Eugens Schloss Hof und die Sommerresidenz der Habsburger,  Laxenburg – beide in Niederösterreich gelegen – haben uns ebenfalls gut gefallen. Besonders beeindruckt waren wir von der Basilika in Frauenkirchen. Interessant war auch die Besichtigung der Blaudruckerei der Familie Koo, eine der letzten in Europa, die noch wie vor 200 Jahren Baumwollstoffe bedruckt und mit Indigo färbt. Neben der Kultur war natürlich auch der Nationalpark Neusiedlersee eines unserer Ziele. Wir erfuhren viele Details über die Fauna und Flora während einer Nachtexkursion bei Illmitz. Besonders süß waren die eben geschlüpften Küken der Sandpfeifer und Kiebitze, die wir beobachten konnten.  Wir wanderten in diesen Wochen, ausgerüstet mit einem Fernglas, auch um die Lange Lacke und entlang der Zicklacke und genossen diese einzigartige Landschaft. Natürlich darf im Burgenland das Radfahren nicht ganz zu kurz kommen. Eine Tour führte uns an einem kühlen und windigen Tag von Mörbisch bis Oggau und wieder zurück, immerhin eine Strecke von über 50 Kilometern. Am sonnigen und warmen Samstag vor unserer Abreise radelten wir erneut über 50 Kilometer, diesmal von Mörbisch über den ungarischen Teil des Neusiedlersees bis nach Illmitz, von wo wir mir der Radfähre den See zurück nach Mörbisch querten. Sopron in Ungarn (60700 Einwohner) hat uns mit seinen beinahe auto- und geschäftsleeren Straßen in der Altstadt überrascht. Natürlich ist die Freistadt Rust (1900 Einwohner) mit ihrem wunderbaren Hauptplatz immer einen Besuch wert. In Mörbisch zählen die Hofgassen zum Welterbe, ebenso wie der Naturpark Neusiedlersee. Auch die anderen Orte um den See lohnen einen Besuch. Die schönen Erlebnisse und natürlich der gute Wein sind Gründe, warum wir sicher wieder mal ins Burgenland kommen werden.
Pauls Kommentar: Na, da gehe ich mit meinen beiden Wandervögeln auf Vogelbeobachtung und komme mit einem Minderwertigkeitskomplex zurück. Die Störche mit ihren langen Beinen stelzen grazil durch die Felder und segeln elegant durch die Lüfte über dem Steppensee. Da komme ich mit meinen Stummelbeinen nicht mit – und Fliegen geht schon gar nicht. 
Ein Hofgassl in Mörbisch
Der Hauptplatz von Rust
Ein Storch am Dach soll Glück bringen
Der Neusiedlersee in Richtung Rust
Ein steife Brise am Neusiedlersee
Das Schilf wird getrocknet
Wolken türmen sich an der Langen Lacke
Die Lange Lacke
Die Zicklacke
Blick auf den Neusiedlersee von der ungarischen Seite
Ein Mohnfeld entlang des Radweges
Burg Forchtenstein – Schatzkammer der Esterhazy
Das Schloss Halbturn
Die Basilika Frauenkirchen
Das Schloss Hof von Prinz Eugen
Im Park von Laxenburg
Ein Rapsfeld bei Raiding
Sopron mit dem Feuerturm
Paul im Nationalpark
 

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