Norwegen – Wandern in der Hardanger Vidda (10. bis 12. Juli)

Norwegen – Wandern in der Hardanger Vidda (10. bis 12. Juli)

Am Sonntag fuhren wir durch das Aurlandsdalen.  Wieder eine steile Straße, deren enge Kehren zum Teil in Tunneln verlaufen. Danach ging es über die RV 7 auf die Hardanger Vidda zur Dyranut Fjellstova, die Berghütte, in der wir die nächsten drei Tage wohnten. Die Hardanger Vidda ist Europas größte Hochgebirgsebene mit über 9000 km² Gesamtfläche in einer Höhe von 1100-1400 Metern. Sie ist ein beliebtes Wandergebiet. Der zentrale Teil ist ein Nationalpark. Wir machten am Nachmittag eine erste, zwei Stunden lange Wanderung hinein in die Hardanger Vidda mit ihrer arktischen Tundra-Vegetation und schier unendlichen Weite. Am Montag entschlossen wir uns zu einer Wanderung zum Valursfossen im Hjølmodal. Eine Wahnsinnsfahrt. Von Øvre-Eidfjord ging’s über eine enge Straße hinein ins Tal und dann über unzählige, sehr enge Kehren auf einer unbefestigten Straße auf die Hochfläche. Zwanzig Minuten Hoffen und Beten, dass man keinen Gegenverkehr hat. Umso überraschender war es, dass kaum ein Parkplatz zu finden war. Dafür hat uns die dreistündige Wanderung über Stock, Stein, Fels und kaum markierte Pfade aber mit herrlichen Ausblicken auf den Valursfossen und hinunter zum Eidfjord-See entschädigt. In Norwegen geht es aber immer noch ein bisschen imposanter. Wir machten Halt am Vøringsfoss, einem der bekanntesten und spektakulärsten Wasserfälle Norwegens. Und das will etwas heißen! Von mehreren mit dem Auto erreichbaren Aussichtspunkten aus kann man den Blick auf den 182 Meter hohen Wasserfall genießen und bekommt trotz der angebrachten Geländer ein schauriges Gefühl, wenn man an der Felskante in die jäh abfallende Tiefe blickt. Am Dienstag gingen wir wandern. Wir brauchten sechs Stunden für eine Rundwanderung von der Dyranut Fjellstova zur Kjeldebu Hütte. Leider begann es nach einer Stunde zu regnen und wir wurden ziemlich nass. Hin und wieder konnten wir durch den Nebel die Gletscher auf den weit entfernten Bergen sehen.
P.S.: Während wir das schrieben, klopfte es ganz schüchtern an die Tür. Was glaubt ihr, wer draußen stand? Er bekam was zu essen, ein Schnäpschen, um sich aufzuwärmen – und wie es ihm ergangen ist, wird er euch selbst erzählen, wenn er sich wieder erholt hat. 
Die karge und weite Tundralandschaft in der
Hardanger Vidda
Mystische Stimmung am Abgrund
Wollgras auf dem Weg zum Valursfossen
An der Abbruchkante der Hardanger Vidda
Blick zum Eidfjordsee
Der Fluss Veig im Hjölmodalen
Wo ist Gabi?
DerVöringsfoss (182 Meter hoch)
Blick ins Mabödalen beim Vöringfoss
Die Gischt des Vöringsfoss steigt
an der Felskante empor
 

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